Der Frühling ist da! Zeit zum Sonne-Tanken: Raus aus dem Hörsaal, rauf auf die Campuswiese. Zum perfekten Picknick fehlt nur noch presstige! Alles neu macht der Mai in der neuen Ausgabe #9:
Neuer Beamer im Hörsaal? - Ein Jahr Studienbeiträge
Das Titelthema dieser Ausgabe: Ein Jahr Studienbeiträge! Im mittlerweile dritten Bezahl-Semester scheinen sich die 500 Euro „Studiengebühr“ fast schon etabliert zu haben. Und längst nicht jeder Student steht einem verstärkten Dienstleistungsgedanken an der Hochschule noch skeptisch gegenüber. Doch wofür wurde das Geld überhaupt ausgegeben? Was sagen offizielle Vertreter aus Politik und Studentenschaft dazu? Und nicht zu vergessen: Wie ist die Meinung bei den „Kunden“?
Neuer Bürgermeister - Interview mit Kurt Gribl!
Am 16. März haben die Fuggerstädtler gewählt und bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister Kurt Gribl ins Amt gehoben. Trotz eines prall gefüllten Terminkalenders nahm sich das neue Stadtoberhaupt Anfang April ein Stündchen Zeit und sprach mit presstige über seine eigene Studentenzeit, den vergangenen Wahlkampf und die Zukunft der Stadt.
Neuer Partner gefällig? - Wir waren speeddaten!
Frühlingsgefühle auf der Überholspur: Wer zu Beginn der warmen Jahreszeit noch auf der Suche nach dem Partner fürs Leben oder auch einer interessanten Bekanntschaft ist und wem die herkömmlichen Flirt-Optionen schlicht zu lahm sind, für den könnte Speeddating eine lohnende Option sein: Die Hochgeschwindigkeitspartnersuche gibt’s nicht nur im Film und zwischen unterschiedlichsten Typen, sondern auch exakt zugeschnitten auf den einsamen Augsburger Studenten.
Auch vor presstige macht der Mai nicht halt: Mit dieser Ausgabe gab es einen Wechsel in der Chefredaktion. Nach vier erfolgreichen Ausgaben haben Jörn Retterath und Dominik Hahn das Ruder übergeben an Jan Koenen, der mit dieser mittlerweile neunten Veröffentlichung von presstige seinen Einstand feiert. Wir hoffen, dass Euch das neue Heft samt Inhalt sowie der Webauftritt gefallen. Bei Fragen, Wünschen, Kritik und Anregungen schreibt uns einfach an .
Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch das gesamte Team von presstige!
Kurt Gribl im Interview
Geschrieben von Jan Koenen
„Ich bin ein Quereinsteiger,
aber kein Quertreiber.“
Augsburgs neuer
Oberbürgermeister Kurt Gribl spricht im Exklusiv – Interview mit presstige
Am 16. März hat
Augsburg bei der OB-Stichwahl entschieden: In Zukunft wird Dr. Kurt Gribl die
Geschicke der Stadt leiten. Der promovierte Jurist und Fachanwalt für Baurecht
setzte sich deutlich gegen seinen Kontrahenten, den bisherigen Amtsinhaber Dr.
Paul Wengert von der SPD durch. Gribl selbst war als parteiloser Kandidat für
die CSU angetreten. Wenige Tage nach der Wahl und einen Monat vor Amtsantritt
traf sich Gribl mit presstige an der Uni, um über seine politischen Ziele, das
Verhältnis zwischen Stadt und Hochschulen und seine eigene Studentenzeit zu
sprechen.
Auf
der Suche nach der Liebe fürs Leben, oder zumindest nach einem netten Abend –
der presstige-Speeddating-Praxistest
Schenkt
man den Worten meiner Oma Glauben, so befinde ich mich derzeit in einem Zustand,
der fast mit einer nur schwer heilbaren und tödlich verlaufenden Krankheit zu
vergleichen ist. Ihre Äußerungen kommen meist in Form einer unschuldigen
Frage ebenso unvorhersehbar aus dem Nichts geschossen, unverblümt und
hüllenlos, als würde sie meine Frisur kritisieren. „Schatz, hast du denn immer noch
keinen neuen Freund …?“ Äh, nein, und so schlimm finde ich das auch gar nicht.
Lieber frei sein, als eine Beziehung nur aus Gewohnheit zu führen, selbst wenn
man manche Blicke meiner vergebenen Freundinnen euphemistisch als bemitleidend
bezeichnen könnte.
Ein abendlicher Besuch an Reis & Bohnenmus im Restaurant
La Pampa
Vielleicht ist es ja auch eine ganz schlechte Idee, so kurz
vor wichtigen Feiertagen abends in Augsburg in Ruhe und netter Begleitung
einfach so etwas essen gehen zu wollen, dachte ich mir. Nach einigen
erfolglosen telefonischen Reservierungsversuchen kam ich vor wie der Protagonist
in Bret Easton Ellis’ American Psycho. Als dessen Romanheld im New York der
1980er Jahre versucht, im Dorcia’s (dem angesagtesten Schuppen im Big Apple)
telefonisch einen Tisch zu reservieren, beginnt der Kellner erst lautstark zu
lachen, um dann wortlos aufzulegen. Nun ist die Fuggerstadt nicht New York City
und das La Pampa an der Provinostraße nicht das Dorcia’s – und deshalb hatte
ich wohl auch das Glück, dass man mir doch noch einen Tisch überließ, obgleich
„nur für anderthalb Stunden“, wie man unverblümt – nach allerdings minutenlanger
Rücksprache mit irgendjemandem im leise rauschenden Hintergrund des Gasthauses
– hinterher schickte.
Geschrieben von Michael Sentef; Foto: Jan Bürgermeister
Der Studentenpfarrer, presstige-Herausgeber und
Honorarprofessor für Wirtschafts-undUnternehmensethikanderHSAugsburg,Prof.Dr.Thomas Schwartz, bezieht im Interview
Stellung. Heute: Wie führe ich ein glückliches Studentenleben?
Pfarrer Schwartz: Diese Frage ist genauso pauschal wie
schwer zu beantworten. Was versteht man unter Glück?
presstige: Also gut: Was ist Glück?
Pfarrer Schwartz: Glück ist nach Thomas von Aquin die Fülle
des Seinkönnens. Also all das zu verwirklichen, was in mir an Potenzial steckt.
Unter diesem Aspekt werden Studenten zwar vielleicht rein studientechnisch
glücklich, aber so wie im Augenblick der universitäre Betrieb immer mehr durchorganisiert
wird, droht das zu kurz zu kommen, was man früher unter einem glücklichen
Studentenleben verstanden hat.